Die Entscheidung liegt bei Dir – warum Du immer die Wahl hast

Die Entscheidung liegt bei Dir ! Bei niemandem sonst. Bäm.
Wie reagieren wir auf diese Aussage ? Kommt wahrscheinlich darauf an, auf was wir es beziehen.
Bei vielen Themen werden wir gerne die Entscheidungshoheit haben wollen. Dann gibt es wiederum andere Bereiche, da fühlen wir uns gar nicht so, als hätten wir irgendeinen Einfluß darauf – und bei manchen ist uns das vielleicht sogar ganz recht.

Denn was bedeutet es denn, wenn Du die Entscheidungshoheit hast? Was bist Du dann oder was bist Du nicht (mehr)?

– Entscheiden können – und dürfen – bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen, verantwortlich zu sein.
– Es bedeutet, raus aus der Opferrolle; Du bist nicht länger Opfer der Umstände, denn Du hast Einfluss!
– Wir sind nicht mehr ohnmächtig, sondern macht- voll.
– Unzufriedenheit geht weg – denn wir können etwas ändern ! Es liegt in unserer Hand !

„Die Entscheidung liegt bei Dir!“ – ursprünglich ist das ein Buchtitel von Reinhard Sprenger. Eigentlich ein Business-Buch, lässt sich vieles auf das gesamte Leben übertragen.

Laut Sprenger ist quasi ALLES unsere Entscheidung. Da magst Du einwenden, naja gut, auf manche Dinge haben wir nun wirklich keinen Einfluß. Stimmt – aber das sind eigentlich ganz ganz wenige und auf jeden Fall deutlich weniger als wir meinen.

So schreibt Sprenger beispielsweise, selbst wenn wir Kinder haben, können wir das „ändern“, denn wir können ja sämtlichen Kontakt abbrechen, sie weggeben etc., beispielsweise. Als ich das damals las, musste ich erstmal tief schlucken und es dauerte eine Weile, bis ich es annehmen konnte. Aber im Grunde ist es ja wirklich so. Wir können etwas nicht ungeschehen machen, nicht so tun, als gäbe es das nicht. Aber wir können für nahezu alles entscheiden, ob wir es weiter in unserem Leben haben wollen.

Manche Entscheidungen fallen uns leicht, es hängt nicht viel dran oder vielleicht haben wir auch eine Rückfallebene, eine Absicherung.

Manche Entscheidungen können wir nicht rückgängig machen, und einige verändern uns und unser Leben für immer.

Auch treffen wir Entscheidungen selten unbeeinflusst von unseren bisherigen Erfahrungen oder den Menschen, die uns umgeben. Es ist daher sinnvoll, sich zu hinterfragen und sich Gedanken zu machen.
Kommt das aus mir?
Ist das mein eigener Wille, meine eigene Entscheidung ?
Oder zu wem gehört dieser Wunsch eigentlich?
Habe ich das immer so gehört und übernommen, dass etwas z.B. „nicht geht“, „man das nicht machen kann“, „etwas nunmal so ist“?

Deshalb fallen Entscheidungen verschiedener Menschen unterschiedlich aus. Was für mich richtig ist, muss nicht für meine Nachbarin passen – und sie kann nicht für mich entscheiden oder umgekehrt. Wir alle haben unterschiedliche Voraussetzungen, Wünsche, Gedanken. Sie versehen die gleiche Entscheidung für verschiedene Menschen mit einem unterschiedlichen Gewicht.

Du kannst alles entscheiden- die einzige Frage ist, ob Du die Konsequenzen tragen kannst oder willst!
Denn diese wählst Du ja auch mit.
Und das kann und darf sich auch mit der Zeit verändern – denn die Konsequenzen ändern sich ja oft auch.

Denn auch die Situation, in der Du Dich aktuell befindest, hast Du Dir ausgesucht. Du hast gewählt – und sei es dadurch, dass Du sie anderen vorgezogen, eventuell auch nur „das kleinere Übel“ gewählt hast. Du erlebst sie in Folge Deiner früheren Entscheidungen. Es ist ein Preisvergleich. Bist Du bereit, den Preis zu zahlen ? Dabei steht es niemandem zu, den Preis für jemand anderen zu bewerten ! Das ist einzig und allein eine Frage der persönlichen Einschätzung. Wofür der eine sein Leben geben würde, ist dem anderen völlig Wurscht.

Freies Lernen und unerzogenes Leben sind da gnadenlos. Selbstbestimmt und selbstverantwortlich.

Sie überlassen Dir die Entscheidung. Und Deinen Kindern.
Denen es, je nachdem, wie weit Dein eigener Deschooling-Prozess – hierzu ein andermal mehr – fortgeschritten ist, leicht fällt, denn für sie ist das ja (noch) selbstverständlich. (Und mir persönlich liegt sehr daran, ihnen das zu erhalten.)

Wenn die Entscheidung bei Dir liegt, kannst Du abwägen oder aus dem Bauch entscheiden, Du wirst den Weg wählen, der in dem Moment für Dich passt und möglich ist.
Da kann es manchmal Selbstschutz Deines Körpers oder Deiner Psyche sein, wenn Du mit etwas überfordert wärst, oder noch nicht soweit bist. Das ist total ok ! Aber sei Dir dessen einfach bewusst – denn dann behältst Du die Selbstverantwortung, die Entscheidung und bleibst macht-voll 😉 (Viele, wenn nicht alle „Ich würde ja gern…., aber….“- Sätze haben ihren Ursprung genau dort) Und natürlich sind gerade als Familie Entscheidungen meist komplex, gerade wenn wir ein gleichwürdiges Familienmiteinander anstreben, in dem die Bedürfnisse aller gehört und möglichst umgesetzt werden sollen. Dann dauern Wege vielleicht länger oder verlaufen anders – aber Umwege erhöhen letztendlich ja die Ortskenntnis 😉

Sprache macht Wahrheit – so funktioniert unser Gehirn
Aber Sprache macht nunmal Wahrheit:
– „ich kann meine Kinder nicht schulfrei aufwachsen lassen“ oder „Um meine Kinder schulfrei aufwachsen zu lassen, müssten meine Kinder und ich eventuell den Weg durch die Behörden gehen oder auswandern. Dazu bin ich (momentan) nicht bereit.“
-„Meinen Job jetzt zu kündigen, geht nicht.“ oder „Wenn ich jetzt meinen Job kündigen würde, hätte ich weniger Einkommen für mich und meine Familie oder würde evtl. von ALG II leben. Das will ich (in meiner momentanen Situation) nicht.“
– „Ich kann meinen Job nicht kündigen.“ – „Ich ziehe die gewohnte Angestelltentätigkeit den Herausforderungen einer frischen Selbständigkeit (derzeit) vor. Andere Auswirkungen sehe ich (momentan noch) nicht.“
– „Ich werde in eine andere Stadt versetzt, ich habe keine Wahl.“ – „Den Preis des Risikos, gekündigt oder gemobbt zu werden, wenn ich den Standortwechsel verweigere, bin ich (derzeit) nicht bereit zu zahlen.“
– „Auf Erziehung verzichten geht nicht. Das kann ich nicht.“ – „Um auf Erziehung zu verzichten, müsste ich in eigene Biografiearbeit gehen, eventuell an alten Glaubenssätzen oder Mustern arbeiten. Das kann ich mir (momentan) nicht vorstellen, das übersteigt (momentan) meine Kräfte und Ressourcen. Dass es an anderer Stelle Ressourcen freisetzt, kann ich mir (noch) nicht vorstellen.“

Merkst Du den Unterschied ? Nimm gerne ein Beispiel Deiner Wahl aus Deinem Leben 😉 Die zweite Alternative fühlt sich ganz anders an, wetten ? Das Klammerwort macht zudem nochmal deutlich, dass diese von Dir für den Moment getroffene Entscheidung nicht in alle Ewigkeit in Stein gemeisselt sein muss.

Denn: wenn Du anerkennst, dass Du Dir Deine berufliche, familiäre oder private Situation selbst gewählt hast, dann kannst Du sie auch wieder abwählen – und das jederzeit ! Das allein ist schon befreiend ! Der Weg dauert manchmal eine Weile – das ist ganz normal, denn darauf, Deine jetzige Wahl zu leben, hast Du ja auch lange hingearbeitet und viele kleine und größere Entscheidungen getroffen.

Wenn Du dabei ein bißchen Unterstützung möchtest, können wir gerne zusammen darauf schauen.

Momentan biete ich für eine begrenzte Zeit kostenlose 20minütige SpeedCoachings an – schau einfach hier

Du möchtest auf dem Laufenden bleiben? Trag Dich gerne in den Newsletter ein.

4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Vielen Dank dafür, dass du deine Gedanken mit uns geteilt hast! Ich habe schon oft darüber nachgedacht, dass viele unserer Mitmenschen ganz bewusst eine gewisse Unfreiheit für sich wählen, um der mit der Freiheit verbundenen Verantwortung zu entgehen.

    1. Ja – ganz oder teilweise. Um der Verantwortung zu entgehen oder aus anderen Gründen. Ich finde das auch persönlich in Ordnung – ich finde es nur wichtig, dass es einem bewusst ist. Dass es eben eine Entscheidung ist – und damit geändert werden kann und wiederum auch die „Unfreiheit“ in meiner Verantwortung liegt. Das klingt so böse und nach einer großen Last – ich glaube, dass das uns erst die innere Freiheit gibt, weil damit es wir sind, die entscheiden können. Zu jeder Zeit. Wir wägen „nur“ den Preis ab.

  2. Blaa,blaa,blaaaaa und am ende alles ist so wie es immer ist.

    Wenn alles nur an Gedanken liegen würde, hätte man ja nix zum tun. Ändere deine Haltung und schon du bist befreit von deiner ketten.

    Aktualisiere deiner Bewusstsein lade pfarr neue Programme herunter , schon läuft wieder einmal frei.

    Nein leider so kommst du nie zum Paradies , Über 7 Wolken musst du gehen .

    1. Natürlich, vom Denken alleine ändert sich auch die Welt noch nicht – das Tun steht mit an.
      Aber ohne die gedankliche Basis ist glaube ich überhaupt nichts möglich.

Schreibe einen Kommentar zu A Bullerbü Life Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.