Teilnehmer für Freilerner-Studie gesucht

Die Uni Duisburg möchte sich dem Thema widmen. Folgender Aufruf kam über den BVNL (Bundesverband Natürlich Lernen e.V.) und somit aus vertrauenswürdiger Quelle.

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Freilerner-Gemeinschaft,

hiermit möchte ich Sie auf eine aktuelle Studie mit dem Arbeitstitel
„Schulablehnung und Selbstbildung. Eine biographie-analytische Studie
sogenannter Freilerner“ aufmerksam machen und gleichsam dazu einladen,
sich daran zu beteiligen. Die Studie reagiert darauf, dass die
Erforschung sowie weitestgehende Thematisierung alternativer Bildungs-
und Lernentwürfe in Deutschland bislang ausbleibt und zugleich die
,absolute Schulpflicht’ als Alleinstellungsmerkmal Deutschlands im
internationalen Vergleich zunehmend unter Druck gerät. Die Studie will
somit eine empirische Lücke schließen, empirisch belastbare Aussagen
generieren und so den Diskurs in der bildungswissenschaftlichen
Forschungslandschaft erweitern.

Konkret suche ich zur Durchführung dieser Studie folgende Personen:

1. ,Kinder‘, ,Jugendliche‘, ,Erwachsene‘, die der Schulpflicht
,entkommen’ sind, sei dies für einen kürzeren oder längeren Zeitraum.
Dabei spielt das Alter derjenigen keine Rolle, angesprochen seien
hiermit viel mehr jegliche Akteure, zu deren kindlicher oder
jugendlicher Biographie eine Zeit ohne Schule gehört, gehörte oder in
Zukunft gehören soll.

2. Eltern, die überlegen ihre Kinder nicht einzuschulen oder deren
Kinder bereits nicht zur Schule gehen.

Ich interessiere mich in erster Linie für die Einstellungen, Gründe
und Motive der Beteiligten und möchte diesen ,Stand der Dinge‘ gerne
wissenschaftlich ,dokumentieren’. Hierzu möchte ich Einzel- und
Gruppen- bzw. FamilienInterviews durchführen und diese im Sinne einer
,Längsschnittstudie’ mittel- bis langfristig mehrmals wiederholen. Zur
Durchführung der Interviews würde ich dann zu Ihnen nach Hause kommen.
Grundsätzlich ist aber auch jeder andere Ort möglich, das würden wir
dann im Einzelfall absprechen. Interessierte Personen, die ihren
Wohnsitz ins angrenzende Ausland verlagert haben, können sich
ebenfalls gerne melden. Die erste Erhebungsphase sollte bis Sommer
2015 abgeschlossen sein, aber dies ist eher eine Kann-Bedingung.

Voraussichtlich werde ich außerdem einzelne Urteile des BVerfG sowie
die grundlegende Gesetzgebung hierzu, erziehungswissenschaftlich
reflektieren und analysieren. Bei Interesse an der Konzeption zur
Studie, kann ich gerne noch ausführlicher Auskunft geben. Geplant sind
zudem hieran anschließende Studien mit daran anschließenden
Forschungsperspektiven. Zu diesem Zweck bin ich aktuell sehr daran
interessiert, soviel ,Datenmaterial’ wie möglich zu erheben, um
möglichst zuverlässige Aussagen treffen zu können und weitere
Forschungen zu ermöglichen.

Sollten Sie nun Interesse an der Teilnahme an einer solchen Studie
haben, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen
würden – bestenfalls per E-Mail. Gerne können Sie mich auch bei
offenen Fragen o.Ä. kontaktieren. Die Gewährleistung ihrer Anonymität
kann ich selbstverständlich garantieren und ist in beiderseitigen
Interesse die grundlegende Bedingung für ein solches Vorhaben.

Ich würde ich sehr freuen, wenn Sie sich angesprochen fühlen und mit
mir in den Dialog treten. Kurz zu meiner Person: Tim Böder,
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen,
Schwerpunkte: Jugend-, Schul-, Bildungsforschung.

Herzliche Grüße,

Tim Böder

AG Migrations- und Ungleichheitsforschung

Universität Duisburg-Essen
Institut für Pädagogik
Berliner Platz 6-8
Raum WST C.10.06
45127 Essen

Tel.: 0201 – 1836032
Mail: tim.boeder@uni-due.de

 

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